Was für ein Wochenende!

In diesem Jahr war der Verband Brandenburgischer Segler Gastgeber des bundesweiten Jugendseglertreffens der Seglerjugend im Deutschen Segler-Verband im Jugendbildungszentrum Blossin. Hier tagte das höchste Gremium der deutschen Seglerjugend. Es wurden spannende Beschlüsse gefasst und viele Ideen entwickelt, die nun vom Deutschen Segler-Verband gemeinsam mit uns weiter vorangebracht und umgesetzt werden sollen.

Aber von vorne: Das Wochenende startete am 27.03. mit der Ankunft vieler segelbegeisterter Menschen aus ganz Deutschland hier in Blossin. Neben zahlreichen Teilnehmenden aus Berlin, Sachsen oder Thüringen haben auch viele einen weiteren Weg auf sich genommen und sind teilweise aus Kiel, Düsseldorf oder sogar vom Bodensee angereist.

Zwar gab es auch brandenburgische Beteiligung mit den Vereinen SVPA, SSVaW, SCS, RSN, SVeW und ESVK, dennoch würde ich mir für die Zukunft noch etwas mehr Beteiligung aus Brandenburg wünschen.

Nach der Ankunft der Teilnehmenden wurden zunächst alle Jugendsprecher der Vereine zu einem gemeinsamen Jugendsprechertreffen zusammengerufen, das vom Juniorteam geleitet wurde. Hier sollten direkt Ideen der Jugendlichen aus der ganzen Republik gesammelt werden: Wie kann der Segelsport in Deutschland weiterentwickelt und für junge Menschen noch attraktiver gestaltet werden?

Parallel dazu fand auch eine Sitzung des Jugendseglerausschusses statt, in dem ich seit letztem März den VBS vertreten darf.

Der Samstag startete mit der Begrüßung durch den Jugendobmann Jonathan Koch. Danach folgten mehrere spannende Vorträge, unter anderem zu den Themen Ehrenamt, Sportpsychologie und Seesegeln. Auch unser ehemaliger Landestrainer Jan Müller gab einen sehr interessanten Einblick in seinen persönlichen Weg im Segelsport und berichtete darüber, wie er sein Hobby schließlich zum Beruf gemacht hat.

Am Abend lud der VBS zu einer ausgelassenen Feier ein, die der Landesverband traditionell auch finanziell unterstützt.

Am Sonntag wurde dann die eigentliche Arbeitssitzung abgehalten. Der Jugendobmann berichtete über seine Arbeit in den vergangenen zwei Jahren. Außerdem wurden die Themen aus dem Jugendsprechertreffen erneut aufgegriffen, gemeinsam diskutiert und teilweise in konkrete Beschlüsse überführt.

Das Wochenende hat mir eindrucksvoll gezeigt, dass wir, auch wenn wir manchmal über den besten Weg dorthin diskutieren, letztlich alle dasselbe Ziel verfolgen: Kinder und Jugendliche für unseren Sport zu begeistern und sie mit dem Segelvirus zu infizieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich auf Vereins-, Landes- oder Bundesebene engagiert. Alle Ebenen greifen ineinander und ohne die jeweils anderen könnte keine wirklich erfolgreich sein.

Gleichzeitig habe ich erlebt, wie erstaunlich flach diese Hierarchien tatsächlich sind. Wenn man eine Entscheidung nicht versteht, findet man auf diesem Treffen die Personen, die sie getroffen haben.

Hier kann ein Jugendsprecher aus einem Verein, vielleicht noch Schüler, direkt mit dem Jugendobmann des DSV oder sogar mit der DSV-Präsidentin ins Gespräch und kann auf Augenhöhe über Themen im Segelsport diskutieren. Genau hier wird echte Demokratie gelebt.

Und genau davon möchte ich auch weiterhin ein Teil sein und meinen Beitrag dazu leisten.

Ein Bericht von Henrik Kulik

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